Zusammenbruch einer Privatbank in den Niederlanden

Mittwoch, 4. November 2009

Niederlande Bank Pleite

Ein Gericht aus Amsterdam hat entschieden, dass die niederländische Privatbank DSB endgültig pleite ist. Am Wochenende hatte die Bank letzte Versuche gestartet um sich zu retten doch diese sind misslungen. Von der Pleite sind fast eine halbe Millionen Sparer betroffen, sowie etwa 1700 Angestellte. Die Privatbank DSB wurde von Dirk Scheringa geführt, ein berühmter Unternehmer in den Niederlanden. Dieser erklärte, dass er den Zusammenruch bereut.

Die Bank ist in große finanzielle Not geraten nach dem etwa 600 Millionen Euro in nur wenigen Tagen abgenommen wurden. Dies war aber kein Zufall, sondern ein Protest der Kunden. Eine Gruppe von unzufriedenen Kunden hatte aufgefordert die Konten zu lehren, weil die Bank Hausbaukredite mit einer Lebensversicherung gebunden hatte, die überteuert war. Die Kunden fühlten sich betrogen und deswegen haben sie den Aufruf am 1. Oktober öffentlich gemacht. Am 12. Oktober wurde die DSB Bank unter die Kontrolle der Zentralbank gestellt.

Die Eigentümer der DSB bekamen mehrere Fristen um Investoren zu finden, aber diese konnten keinen tragfähigen Rettungsplan vorführen. Keine Partnerschaft kam zu Stande, so dass das Gericht beschlossen hat den Fall zu schließen.  Der Finanzminister Wouter Bos hatte sich geweigert eine Staatshilfe von 100 Millionen Euro anzubieten, da die Bank nicht wegen der Finanzkrise auf die schiefe Bahn geraten ist, sondern wegen dem schlechten Management.
Die Kunden bekommen nur maximal 100.000 Euro zurück und angeblich soll es viele geben die deswegen Geld verlieren. Insgesamt sollen etwa 3,25 Milliarden Euro nötig sein um die Sparer zu entschädigen und ein Großteil davon soll von dem Marktführer Rabobank kommen. Aber auch ING und ABN Amro werden sich beteiligen, da sie Anteile an der Bank hatten.

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