Warum Finanz-Communities immer beliebter werden

Dienstag, 21. April 2009

376870_r_k_b_by_rainer-sturm_pixeliokleinWebcommunities sind vor einiger Zeit in eine neue Phase übergegangen. Webcommunities hatten schon vor einigen Jahren ihren großen Erfolg und nun ändert sich der Trend. Immer mehr Leute nutzen Webcommunities, bei denen es um ganz bestimmte Themen geht. Man sprich auch von Special Interest Webcommunities. Die allgemeinen Netzwerke haben immer noch Millionen von Mitgliedern, aber immer mehr davon investieren ihre Zeit (auch) in die Nischen-Communities.

In einer Webcommunity geht es nicht nur darum, Leute kennen zu lernen, sondern auch Informationen auszutauschen. In manchen Branchen wird mehr Wert auf Informationen gelegt als in anderen. Ein Beispiel ist die Finanzbranche. Börsenanfänger brauchen zum Beispiel neben dem Wissen auch die neusten Tipps, und die werden gern getauscht. Webcommunities zum Thema Finanzen gibt es schon seit einigen Jahren, aber richtig beliebt wurden sie erst vor kurzer Zeit.

Die Finanzkrise und die Notwendigkeit, informiert zu sein, hat das Wachstum der Webcommunities zum Thema Finanzen stark gefördert. Inzwischen sind auch viele Profis dabei, die nicht mehr “Nein” sagen können. Es gibt einfach zu viele nützliche Informationen, die man nicht ignorieren darf.

Mit im Trend ist das Bewusstsein der Amateure, oder der Profis, die nicht in die Fachzeitschriften kommen. Denn jeder kann mitdenken, und wer etwas Wichtiges zu sagen hat, kann es einfach tun - egal, ob durch ein Blog, durch ein Forum oder auf eine andere Weise. Viel mehr geht es aber auch darum, Feedback zu bekommen, und so werden verschiedene Ideen verbessert, besonders in Bereichen wie Finanzen, wo es nicht immer darum geht, einen Doktortitel zu haben.
Anleger helfen sich gegenseitig. Denn sie wissen, dass durch Zusammenarbeit und Erfahrungsaustausch mehr zu erreichen ist. Einige Experten warnen zwar davor, dass Webcommunities zu viel Einfluss haben. Andere wiederum sehen Webcommunities auch im Finanzbereich als eine Bereicherung an. Wichtig ist nicht zu vergessen, dass Webcommunities nichts anderes sind als andere Gruppen oder Gemeinschaften: Leute, die durch ein Netzwerk Ideen austauschen. Dies kann aber das eigene Denken nicht ersetzen, sondern höchstens anregen und ergänzen. Es ist zu erwarten, dass vor allem Nischen-Webcommunities in Zukunft noch reifen werden, so dass solche Probleme nur noch selten auftreten.

Inzwischen entwickelt sich aber auch eine neue Dimension der Webcommunities, nämlich Webcommunities, in denen sich Leute nicht nur untereinander austauschen, sondern auch zusammenarbeiten, um gegenseitig einen Mehrwert zu schaffen und somit eine Win-Win-Situation herzustellen. Ein Beispiel sind Online-Kreditbörsen, auf denen Privatpersonen miteinander Geldgeschäfte abwickeln können. Kreditbörsen greifen den Gedanken der Selbstbestimmung auf. Hier handeln und entscheiden alle Marktteilnehmer ganz autonom. Beide Seiten profitieren von der Interaktion auf solche einer Plattform. Die einen erhalten einen Kredit unabhängig von einem Finanzinstitut, die anderen erwirtschaften eine gute Rendite und haben darüber hinaus auch noch die Gewissheit, ihr Geld sinnvoll angelegt zu haben.

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