Laufzeitverlängerung wird kritisiert

Sonntag, 18. Oktober 2009

Bernhard Heitzer, der Präsident des Bundeskartellamts, kritisierte die Idee, die Laufzeiten der Kernkraftwerke in Deutschland zu verlängern. Heitzer sagte, dass dies nicht mit dem Ziel, den Wettbewerb auf dem Strommarkt zu fördern, übereinstimmt. Er macht sich auch Sorgen, dass unabhängige Stromanbieter durch die Verlängerung der Laufzeiten Schwierigkeiten haben könnten, was wiederum einen negativen EInfluss auf den Wettbewerb im Markt haben könnte.

Das Bundeskartellamt befürchtet, dass die verlängerten Laufzeiten der Kernkraftwerke die Verdichtung der Erzeugungskapazitäten zementieren würde, was große Folgen für die unabhängigen Energieerzeuger hätte. Heitzer sagte, dass seiner Meinung nach auf dem deutschen Energiemarkt kaum wettbewerbliche Strukturen zu finden sind und dass die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke in die falsche Richtung geht. Vier Konzerne sind für 86 Prozent der Stromproduktions in Deutschland verantwortlich und diese betreiben auch die Stromkraftwerke. Diese Zustände müssen geändert werden, vor allem wenn man auch die unabhängigen Stromerzeuger schützen will.

Dies ist ein Thema, das die Politik seit mehreren Jahren beschäftigt, aber die Ergebnisse sind nur bescheiden. Besonders die Großverbraucher sind über die Situation unzufrieden. Nun werden in der neuen Koalition mehrere Modelle für die Verlängerung der Laufzeit der Kernkraftwerke ausgearbeitet.

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