Island ein Jahr nach der Krise

Vor einem Jahr brachen die Banken in Island zusammen: Kaupthing, Glitnir und Landsbanki waren alle Kapitalnot geraten und sind Pleite gegangen. Daraufhin brach der Staatshaushalt des Landes ebenfalls zusammen und die gesamte Wirtschaft war in Gefahr.
Nun haben die isländischen Banken den IG Nobelpreis bekommen, der eine satirische Version des eigentlichen Nobel Preises ist. Sie erhielten den Preis dafür, dass sie ursprünglich unbekannte und kleine Kreditinstitute waren, die aber in wenigen Tagen weltberühmt geworden sind.
Die Banken hatten durch Onlinebanking im Markt stark expandiert und zogen Anleger aus ganz Europa an. Die meisten davon kamen aus Deutschland, den Niederlanden und aus Großbritannien. Nach dem die Banken an Kapital durch Anleger gekommen sind, haben sie riskante Anlagen gesucht, um ihr Vermögen zu vermehren. Doch mit der Finanzkrise ist die gesamte Architektur der isländischen Banken zusammengekracht.
Der isländische Staat wehrte sich gegen die Forderungen der Anleger aus Europa, doch der Druck, den die Staaten der EU ausübten, war zu groß und das Land musste die Forderungen akzeptieren. Großbritannien zum Beispiel stufte Island als Terrorland ein, was bei der Bevölkerung große Unzufriedenheit hervor rief.
Nun hat Island eine Arbeitslosequote von 9%, während sie vor einem Jahr noch bei 3% lag. Die Gastarbeiter wurden aus dem Land verwiesen. Die Importe aus vielen Ländern Europas sind viel teurer geworden, doch zu diesen Produkten wurden Alternativen gefunden.


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