Bayern will gegen schlechten Deal vorgehen

Donnerstag, 7. Januar 2010

Bayern LB Verfahren
Georg Fahrenschon, der Finanzminister aus Bayern, hat entschieden Schadensersatz zu fordern, wenn festgestellt wird, dass bei dem Erwerb der Hypo Group Alpe Adria Insidergeschäfte betrieben wurden. Dazu soll auch eine Kaufrückabwicklung als Möglichkeit angesehen werden.

Der Finanzminister erklärte der Süddeutschen Zeitung, dass die Übernahme der Hypo Alpe Adria durch die BayernLB unter Verdacht steht und dass falls dieser Verdacht bestätigt wird, harte Maßnahmen ergriffen werden. Zum Beispiel soll es bis zu einer Rückabwicklung des Kaufes kommen. Denn falls die Übernahme auf Betrug beruht, wäre die Geschäftsgrundlage entzogen.

Fahrenschon sagte, dass in dem Fall alle Möglichkeiten genutzt werden und dass auch Schadensersatz gefordert wird. Auch der Ministerpräsident Horst Seehofer sei damit einverstanden.
Die Süddeutsche Zeitung erklärt, dass sich der Verdacht von Insidergeschäften bei dem Hypo Alpe Adria Deal verhärtet, da von der Übernahme vor allem reiche Familien in Österreich und in Deutschland profitiert haben. Nun sollen auch die gewesenen Vorstandschefs der beiden Banken vor dem Landtag in Bayern erscheinen und unter Eid aussagen. Damit sollen sie gezwungen werden mehr Details über das Geschäft öffentlich zu machen, denn eine Falschaussage unter Eid kann mit bis zu einem Jahr Gefängnis bestraft werden.

Der schlechte Deal der Bayern LB hat etwa 3,7 Milliarden Euro gekostet.

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